Das Forschungsteam für Irland
Samstag, 8. August 2026
Wie lässt sich der Geist Irlands am besten einfangen? Natürlich nur, indem man sich direkt auf den Weg dorthin macht! Im Juni reisten Mitglieder unseres Map-Teams für den Euro Truck Simulator 2 im Rahmen einer „Recherchereise“ für das kommende „Isle of Ireland“-DLC quer über die Grüne Insel. Mit der Kamera im Anschlag und Tausenden von Kilometern vor sich erkundeten sie alles – von lebhaften Städten und malerischen Dörfern bis hin zu zerklüfteten Küsten und atemberaubenden Landschaften – und sammelten dabei das Mustermaterial, das diese spannende Erweiterung maßgeblich prägen wird.
Hier sind nun einige der Höhepunkte ihrer Reise. Fünf Mitglieder des SCS-Software-Teams nahmen an dieser Reise teil: Ivan (QA-Leiter für das World-Map-Design), Josef (aus der Straßenabteilung), Kristian und Libor (Map-Designer) sowie Honza (Projektleiter für das „Isle of Ireland“-DLC). Doch das ist noch nicht alles: Auch Alex, einer unserer Community-Manager, und Mr. Cenda, einer unserer talentierten Videoproduzenten, begleiteten die Recherchereise, um die Fahrt zu dokumentieren und euch einen Blick hinter die Kulissen zu ermöglichen. Wir können es kaum erwarten, in einer kommenden Sonderausgabe von „SCS On The Road“ mehr von diesem unglaublichen Abenteuer zu zeigen. Ihre Reise begann in Dublin, wo sich das Team zusammenfand, bevor es zu einem ambitionierten Roadtrip durch weite Teile Irlands aufbrach.
Die Route führte sie von Dublin über Rosslare Harbour, Waterford, Cork, Killarney, Limerick, Galway, Westport, Sligo, Benbulbin, Londonderry, Bushmills, den Giant’s Causeway und Belfast schließlich zurück nach Dublin. Wie man sich vorstellen kann, hat das Team also jede Menge gesehen!
Diese Reise wäre ohne die großartige Unterstützung unserer Freunde von Škoda Ireland nicht möglich gewesen. Ein herzliches Dankeschön an Raymond Leddy und sein Team für die Bereitstellung von zwei Škoda Octavias, die unsere Crew komfortabel über Tausende von Kilometern auf irischen Straßen beförderten und zu den perfekten Begleitern für diese unvergessliche Recherchereise wurden. Wir möchten zudem JUDr. Pavel Vošalík und seinem Team von der tschechischen Botschaft in Irland unseren herzlichen Dank für die Organisation mehrerer besonderer Besuche für unser Team aussprechen, darunter die Besichtigung eines Zementwerks in Limerick. Dies ermöglichte uns unschätzbare Einblicke aus erster Hand in die täglichen Betriebsabläufe der Branche und half unserem Team, die Funktionsweise der Anlage sowie die entscheidende Rolle der Lkw-Fahrer beim täglichen Be- und Entladen sowie beim Transport von Materialien besser zu verstehen. Was hat das Team während der Reise eigentlich alles unternommen?
Wir haben uns mit einigen Teammitgliedern unterhalten, um mehr über ihre Lieblingsmomente, die eindrucksvollsten Orte und das wertvolle Referenzmaterial zu erfahren, das sie gesammelt haben, um Irland im ETS2 lebendig werden zu lassen.
Honza:
„Wir haben vor Kurzem unsere Recherchereise nach Irland unternommen, und ich muss sagen: Für mich persönlich war das ein großartiges Erlebnis. Es ist immer etwas anderes, tatsächlich vor Ort zu sein, anstatt einen Ort nur anhand von Referenzbildern am Computer zu betrachten. Kein Foto und kein Street-View-Bild kann das Gefühl, wirklich dort zu sein, vollständig ersetzen. Nachdem ich die echte Landschaft zu Fuß und mit dem Auto erkundet habe, habe ich nun eine viel klarere Vorstellung vom angestrebten Ergebnis: wie die Karte aussehen und – was noch wichtiger ist – welche Atmosphäre sie vermitteln soll.“ Dass die Vegetation besondere
Aufmerksamkeit erfordern würde, wussten wir schon im Vorfeld – doch der Aufenthalt vor Ort hat uns absolut darin bestärkt, ihr einen hohen Stellenwert einzuräumen. Und ja: Das Gras in Irland ist tatsächlich sehr grün. Das ist ein markantes Merkmal, das sich auch in der Karte widerspiegeln muss.
Uns ist zudem aufgefallen, dass es viele Details gibt, die wir zuvor vielleicht übersehen hatten. Wenn man erst einmal vor Ort ist, erkennt man beispielsweise, wie viel Kunst im öffentlichen Raum zu sehen ist – Wandgemälde oder Stromkästen, die als Leinwand für lokale Kunstwerke dienen. Diese kleinen Akzente verleihen dem Ganzen viel Charakter; es sind genau solche Details, die die Karte lebendig und authentisch wirken lassen.
Was meine persönlichen Highlights angeht, so gehörten die Westküste, die Caha Mountains, der Killarney-Nationalpark und Connemara zu meinen Lieblingsorten. Auch die Küste von Antrim war atemberaubend. Und von den Städten hat mir Galway besonders gut gefallen."
Kristián:
"Irland ist das erste DLC, an dem ich arbeite. Ich bin sehr dankbar, Teil dieser Reise gewesen zu sein, alles mit eigenen Augen gesehen und die Atmosphäre richtig in mich aufgesogen zu haben. Ich habe fast alle Orte und Straßen besucht, an deren Gestaltung ich arbeite – von Waterford bis Rosslare Harbour. Sie wurden in den letzten zwei Jahren umfassend umgestaltet; daher freue ich mich, ihr aktuelles Erscheinungsbild zu sehen, das man so nicht einmal auf Google Maps findet. Außerdem habe ich das Lager des Filmstudios in Belfast besucht."
Normalfoto
Fertigbau für den ETS 2
Diese Reise half mir, wichtige Details und die besondere Atmosphäre der dortigen Orte wahrzunehmen. Meine persönlichen Erfahrungen zeigten mir enorme Unterschiede im Vergleich zu statischen Online-Karten. Ich bin überzeugt, dass uns dies dabei helfen wird, den Realismus der Umgebung auf ein höheres Niveau zu heben und eine wahrhaft immersive Welt für die Spieler zu erschaffen. Es ist mir gelungen, umfangreiches Referenzmaterial zu sammeln; darauf kann unser gesamtes Team zurückgreifen, um ein virtuelles Irland zu gestalten, das weitaus glaubwürdiger wirkt – und sogar Orte abzubilden, die in Street View völlig fehlen."
Libor:
"Ich habe mich schon zu Beginn unserer Arbeit am DLC sofort in Irland verliebt, als ich das Land zunächst anhand von Fotos erkundete. Als sich dann die Gelegenheit bot, Irland persönlich zu besuchen, war ich begeistert und freute mich riesig darauf. Mein Hauptziel bei dieser Reise war es, die N71, die durch den Killarney-Nationalpark führt, sowie die umliegende Gegend zu erkunden. Die Fotos, die uns vor der Reise zur Verfügung standen, waren bei bewölktem, regnerischem Wetter aufgenommen worden; für die Arbeit eines Map-Designers ist es jedoch wichtig, die Landschaft auch bei Sonnenschein zu sehen, um die Farben korrekt erfassen zu können."
Glücklicherweise war das Wetter perfekt, sodass ich die passenden Referenzen für meine Arbeit sammeln konnte. Neben den Farben half mir der Besuch sehr dabei, den Charakter der Landschaft, die Dimensionen der Berge und die Vielfalt der Vegetation zu erfassen. All dies lässt sich allein anhand von Fotos nur schwer einfangen. Dass ich persönlich vor Ort in Irland war, war für mich von großem Nutzen – nicht nur, um die Landschaft und die markanten Punkte zu erfassen, sondern auch, um auf kleine Details des Straßenverkehrs und des Straßennetzes zu achten.
Genau auf diese Aspekte legen wir in unserem Unternehmen großen Wert. Irland ist reich an vielfältigen Landschaften und zahlreichen Sehenswürdigkeiten, und wir arbeiten hart daran, das bestmögliche Irland-Erlebnis zu bieten."
Josef:
"Ich habe an dieser Reise als Vertreter der Straßenabteilung teilgenommen. Bei SCS bin ich für alle vorgefertigten Elemente (Prefabs) mit Rechtsverkehr für den ‚Isle of Ireland‘-DLC sowie die Überarbeitung des UK-Gebiets zuständig. Dabei handelt es sich im Wesentlichen um funktionale 3D-Modelle sämtlicher Straßenknotenpunkte – von einfachen Kreuzungen bis hin zu komplexen Kreisverkehren."
Sowohl die Republik Irland als auch das Vereinigte Königreich weisen im Vergleich zum übrigen Europa Besonderheiten in ihren Straßennetzen auf. Fahrbahnmarkierungsknöpfe (sogenannte „Cats’ Eyes“) und markierte Kreuzungsbereiche (Box Junctions) wurden ursprünglich im Vereinigten Königreich entwickelt. Kreisverkehre sind weit verbreitet – bisweilen sogar mit Ampeln, von denen es dort reichlich gibt. Und falls Sie es noch nicht wussten: Man fährt auf der linken Straßenseite. Es gibt noch weitere Besonderheiten, aber damit möchte ich Sie nicht langweilen.
Ich bin daher froh, dass ich die Gelegenheit hatte, durch Irland zu reisen und die Straßennetze beider Länder kennenzulernen; denn nun bin ich damit betraut, diese Elemente fertig zu planen und in unser eigenes Straßennetz zu integrieren. Wir haben dabei zahlreiche Referenzen gesammelt, die uns bei dieser Aufgabe sehr helfen werden.
Da meine Arbeit mit Straßen und Kreuzungen zu tun hat, bin ich es gewohnt, auf sie hinunterzublicken. Doch in Irland fiel mir das etwas schwerer, angesichts der atemberaubenden Aussicht und der wunderschönen Natur. Und gerade wenn man den Ausblick genießt, hört man plötzlich ein Schaf. Es ist dieses Gefühl von Vollkommenheit und Frieden. Genau das liebe ich an IrlaGleichzeitig hatte ich während meiner vier Jahre bei SCS zum ersten Mal die Gelegenheit, die markante Kreuzung, an der ich gearbeitet hatte, tatsächlich zu besuchen – anstatt sie nur auf dem Bildschirm zu sehen. Es ist ein seltsames Gefühl, an einen Ort zu kommen und nach einem Moment festzustellen, dass man sich dort eigentlich schon ein wenig auskennt. Ein klassisches Déjà-vu."
Ivan:
"Irland persönlich zu besuchen, war für mich unglaublich wertvoll. In der Qualitätssicherung arbeiten wir den ganzen Tag mit Referenzfotos, Videos und Street View, aber das Land tatsächlich mit eigenen Augen zu sehen, war noch einmal etwas ganz anderes. Ehrlich gesagt hat mich die Insel schon am ersten Tag für sich gewonnen: die Atmosphäre, die abwechslungsreichen Landschaften und die Art und Weise, wie jede Region ihren ganz eigenen Charakter hat."
Auf dieser Reise haben wir einen großen Teil Irlands erkundet – von geschäftigen Städten bis hin zu Landstraßen, auf denen man kaum einem anderen Auto begegnet. Erst dabei begreift man die tatsächlichen Dimensionen: das Straßennetz, die Vegetation, die Architektur und all die kleinen Details, die man online einfach nicht erfassen kann. Manche Orte wirkten ganz anders als auf einer statischen Karte; dieses unmittelbare Erleben hat mir viel darüber vermittelt, was Irland so besonders macht. Die Reise zahlt sich bereits in meiner täglichen Arbeit aus.
Wenn ich mir jetzt Teile der Karte ansehe, erkenne ich Orte wieder, die wir besucht haben – und damit verbinden sich ganz konkrete Erinnerungen: die Stadt, in der wir übernachtet haben; eine Straße, die wir entlanggefahren sind; der Ort, an dem wir für eine Mahlzeit Halt gemacht haben. Diese Vertrautheit macht es viel einfacher zu beurteilen, ob die Umgebung authentisch wirkt, und Details wahrzunehmen, die einem sonst entgangen wären. Ich bin fest davon überzeugt, dass uns diese Eindrücke dabei helfen werden, den Irland-DLC zu verfeinern und ihn für unsere Spieler zu einem noch immersiveren und glaubwürdigeren Erlebnis zu machen.
Wir hoffen, Ihnen hat dieser kleine Einblick in die Recherchereise unseres Teams durch Irland gefallen. Wenn Sie sich schon auf das kommende „Isle of Ireland“-DLC freuen, vergessen Sie nicht, es Ihrer Steam-Wunschliste hinzuzufügen! Sie können auch unseren YouTube-Kanal abonnieren, um die kommende Folge von „SCS On The Road: Isle of Ireland Research Trip“ nicht zu verpassen – darin nehmen wir Sie gerne noch einmal mit auf diese Reise. Bis zum nächsten Mal – und gute Fahrt!
Beitrag von Alex, SCS-Software. Übersetzung von Angelwingking






































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