Donnerstag, 19. Februar 2026

SCS - Davido

British Columbia mit Davido

Donnerstag, 19. Februar 2026




Heute freut es uns, Ihnen einen Blick hinter die Kulissen eines ambitionierten Projekts zu gewähren. Wir sprachen mit Davido, dem DLC-Leiter für das British Columbia DLC Vorhaben, der uns Einblicke in den Umfang, die Herausforderungen und die Inspiration hinter der erstmaligen Integration Kanadas in den American Truck Simulator gab.

"Hallo, ich bin Davido und leite das DLC-Projekt für British Columbia (BC). Als DLC-Leiter bin ich im Wesentlichen der Projektmanager. Das bedeutet, dass ich hauptsächlich ein 14-köpfiges Team leite, das für die visuelle Gestaltung des DLCs verantwortlich ist. Ich muss den Überblick über alle Karteninhalte behalten, die die Teammitglieder erstellen. Ich stelle sicher, dass nichts vergessen wird und alles unseren technischen und visuellen Standards entspricht. Ich verbringe viel Zeit mit Beratung und Feedback – nicht nur mit den Teammitgliedern, sondern mit dem gesamten Unternehmen. Denn ein DLC besteht nicht nur aus visueller Gestaltung, sondern ist eine Kombination aus verschiedenen Elementen, die sowohl einzeln als auch im Zusammenspiel mit dem Rest unserer Spielwelt funktionieren müssen. Zusätzlich fallen viele administrative Aufgaben an, wie die regelmäßige Mitarbeiterbeurteilung, Marketing, Berichterstattung über den DLC-Status an die Geschäftsleitung, Rekrutierung und Schulung neuer Kartendesigner usw. Ich kann mich auch weiterhin an der Produktion beteiligen. In BC möchte ich die Stadt Kelowna gestalten."


Als erstes fragten wir Davido, wie umfangreich der DLC sein wird.

„British Columbia ist ein riesiges Gebiet, vergleichbar mit der Fläche von Texas, Oklahoma und Kansas zusammen – nur mal so als Vergleich. Ein Großteil des Territoriums besteht aus unbewohnten Inseln vor der Küste oder Wildnis im Norden. Viele Städte liegen hauptsächlich in der südlichen Hälfte und an der Grenze zu den Vereinigten Staaten. Logischerweise wäre es in unserem Spiel wenig sinnvoll, das gesamte Gebiet von Süden bis Norden bis zur Grenze zu Yukon nachzubilden, wo nur wenige Einbahnstraßen hinführen. In diesem Fall müsste die Community sehr lange auf den DLC warten. Wir werden etwa zwei Drittel des Gebiets mit größeren Städten und Straßen ausstatten. Das entspricht ungefähr dem 1,5- bis 2-Fachen des Umfangs unserer üblichen US-DLCs“, sagte Davido.


Da wir uns im American Truck Simulator zum ersten Mal außerhalb der USA bewegen, wollten wir wissen, welche neuen Herausforderungen der DLC mit sich bringt.

„Zunächst einmal erwartet uns nach langer Zeit wieder eine völlig andere Landschaft und Umgebung. Atemberaubende Berge, Felsen, Wälder und Seen spielen eine wichtige Rolle – genau wie im Montana-DLC, den mein Team und ich bereits erkundet haben. Kanada ist natürlich auch ein neues Land mit eigenem Straßenmaß, eigenen Regeln, Schildern, anderer Architektur, aber teilweise auch eigenen kulturellen Gepflogenheiten und einer eigenen Sprache. Zum ersten Mal in ATS wird es Grenzübergänge geben. Uns ist aber schon jetzt klar, dass die größte Herausforderung die Berge, Felsen und die überall vorhandenen Höhenunterschiede sein werden. Diese Elemente sind nicht einfach in die Karte zu integrieren; nicht jeder Kartendesigner hat das nötige Talent dafür, und wir werden unser Know-how untereinander austauschen müssen, wahrscheinlich auch mit einigen Leuten, die solche Landschaften bei der Überarbeitung von Österreich und der Schweiz perfekt umgesetzt haben“.


Um British Columbia wirklich kennenzulernen, reiste ein Teil des Teams letztes Jahr dorthin.

„Wir waren im Juli letzten Jahres in British Columbia. Zum Team gehörten einige meiner erfahrenen Mitarbeiter, die auch als Spezialisten für Vegetation, allgemeine Assets und Zolllager arbeiten. Außerdem war derjenige dabei, der Vancouver und die Grenzübergänge gestalten wird, sowie mehrere Vertreter der Asset-Abteilung und Mitarbeiter des Branding-Teams. Wir hatten geplant, zehn Tage dort zu verbringen, mussten aber aufgrund schlechten Wetters einen Tag in London bleiben. Dadurch waren wir gezwungen, unseren Zeitplan zu verkürzen, und leider reichte die Zeit nicht mehr für Vancouver Island. Abgesehen davon konnten wir aber alle Orte besuchen, die wir uns vorgenommen hatten“, erzählt er.


Natürlich waren wir neugierig, mehr darüber zu erfahren, wie eine solche Forschungsreise abläuft und was sie beinhaltet, deshalb baten wir Davido, uns dies zu erklären.

Davido: „Nach unserer Ankunft in British Columbia verbrachten wir den ersten Tag in Vancouver. Wir erkundeten die Innenstadt und die Gegend um den Hafen. Wir versuchten, so nah wie möglich an das Containerterminal und den Flusshafen heranzukommen, um uns ein besseres Bild von der Größe dieser Gebiete, ihren Abläufen, den Sehenswürdigkeiten und den Lkw-Anlegestellen zu machen. In den folgenden Tagen fuhren wir in die Berge und machten unterwegs Halt an mehreren Seen. Die Nacht verbrachten wir im Whistler Olympic Village. Anschließend ging es weiter nach Kamloops. In der Umgebung der Stadt gibt es einige Minen, Papierfabriken und andere Industrieanlagen, die wir dokumentieren wollten. Wir kamen auch in die Nähe der Grenze zu Alberta und passierten dabei wichtige Passhöhen wie beispielsweise den Rogers Pass. Auf dem Rückweg durchquerten wir das Okanagan Valley, eine Region mit vielen Weinbergen und Obstplantagen, die sich von Kelowna bis nach Osoyoos an der Grenze zu den Vereinigten Staaten erstreckt. Von dort kehrten wir schließlich nach Vancouver zurück“.


Im Rückblick auf die Reise fragten wir Davido, was ihm am meisten in Erinnerung geblieben war und welchen Eindruck British Columbia auf ihn hinterlassen hatte.

Es war großartig, diese Gelegenheit zu bekommen, und jeder persönliche Besuch bereichert einen sowohl privat als auch beruflich. Ich hatte die Chance, Orte zu sehen, die ich unter normalen Umständen wahrscheinlich nie gesehen hätte. British Columbia ist ein wirklich beeindruckender Ort, und ich war zeitweise von der Landschaft überwältigt. Es gab immer etwas zu bewundern.“


Davido fährt fort:

Generell hat mich Kanada als Mischung aus amerikanischer und europäischer Kultur beeindruckt. Die Menschen sind nett und hilfsbereit und sprechen dieselbe Sprache wie in den Vereinigten Staaten. Sie fahren auch große Autos. Man sieht dort amerikanische Trucks, einige amerikanische Marken usw. Andererseits war der kanadische Patriotismus und der Stolz auf die eigenen Produkte vielerorts deutlich spürbar. Außerdem kam mir als Europäer das metrische System viel besser entgegen“, sagt er.


Wir waren auch neugierig, was British Columbia wirklich ausmacht, insbesondere in Bezug auf Architektur und den Gesamtcharakter der Karte.

Ich denke, dass Kleinstädte, in denen es oft schwierig ist, etwas zu finden, das unseren Anforderungen an ein Wahrzeichen entspricht, typischer für Kanada sind. Nur Vancouver erfüllt die Definition einer Metropole, und selbst dort unterscheidet sich die Architektur von der in den USA. In dieser Hinsicht sind amerikanische Städte viel interessanter, und ihre Bundesgebäude wie Rathäuser, Postämter, Banken, Gerichte usw. sind sehr schöne und in jeder Stadt wiedererkennbare Gebäude. Es gibt auch viele schöne Kirchen in Amerika, die wir normalerweise als Wahrzeichen nachbilden. Es macht immer Spaß, solchen Orten im Spiel Aufmerksamkeit zu schenken. Leider fehlt mir das in kanadischen Städten etwas. Auch das Netz großer Raststätten, das wir aus den USA kennen, gibt es hier einfach nicht, daher wird es für uns eine größere Herausforderung sein, das richtige Gefühl einzufangen. In British Columbia wird es einfach viel mehr um die Naturlandschaft und die interessante Industrie gehen“, antwortete Davido.


Zum Schluss fragten wir ihn, worauf er sich in der fertigen Karte von British Columbia am meisten freue.

Ich würde sagen: auf alles. Wir haben gerade alle Straßen und Städte entworfen und gestaltet, und ich kann schon jetzt sagen, dass die Spieler ständig viel zu sehen haben werden. Ich persönlich freue mich besonders auf Vancouver und seine Umgebung. Es ist eine wirklich bedeutende und wunderschöne Stadt, die wir sorgfältig gestalten wollen. Ich freue mich auch auf die Hauptstadt Victoria, die wir leider nicht persönlich besuchen konnten. Sie ist ebenfalls eine der schönsten Städte mit beeindruckender Architektur, und ich freue mich darauf, sie zumindest im Spiel sehen zu können. Und natürlich auf all die Berge, Gipfel, Flüsse und Seen, die wir den Spielern bieten können“, erzählte er uns.

Davido und wir alle hier bei SCS sind fest davon überzeugt, dass ihr, unsere beste Community aller Zeiten, British Columbia lieben werdet. Die Öffnung Kanadas ist ein wichtiger Meilenstein für American Truck Simulator. Wie ihr gelesen habt, erfordert die Integration eines komplett neuen Landes, einer neuen Landschaft und einer neuen Atmosphäre enorm viel Arbeit und Engagement. Aber wir sind zuversichtlich, dass ihr, sobald ihr selbst unterwegs seid und die Berge, Wälder, Städte, Dörfer und Seen erlebt, uns zustimmen werdet, dass es sich absolut gelohnt hat.

Wir hoffen, Ihnen hat dieser Einblick hinter die Kulissen der kommenden Erweiterung gefallen. Vergessen Sie nicht, das British Columbia DLC auf Ihrer Steam-Wunschliste zu setzen! Folgt uns auf X/Twitter, Facebook, Instagram, Bluesky und YouTube oder abonniert unseren Newsletter, um keine Updates zu verpassen. Bis zum nächsten Mal, gute Fahrt und viel Spaß beim Fahren mit dem Truck!

Beitrag von David, SCS-Software. Übersetzung von Angelwingking

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